Ein Gedanke aus dem vierten Buch:


«Wenn wir also diesen Baum das ganze Jahr oder zu einer bestimmten Zeit des Jahres nur mit Hilfe der sinnlichen Wahrnehmung beobachten würden, so können wir Folgendes feststellen: Im Frühling werden wir beobachten, wie die Knospen beginnen, immer mehr und mehr anzuschwellen, und anschliessend, wenn sie sich öffnen, werden wir beobachten können, wie aus den Knospen Blätter hervorkommen, die im Laufe der Zeit immer grösser werden. Selbst die Farbe der Blätter wird sich allmählich verändern von hellgrün bis ganz dunkelgrün (daran können wir die Verdichtung der Materie, hier der Blätter, erkennen). Gegen Herbst wird sich die Farbe der Blätter wieder ändern und die Blätter werden immer mehr und mehr die Verbindung mit dem Baum verlieren und sich schliesslich gänzlich von dem Baum lösen und zu Boden fallen.

Das alles inklusive aller Details wird mir durch meine sinnliche Wahrnehmung, in diesem Fall durch den Sehsinn, offenbart. Indem ich mich auf den realen Prozess stütze, also nicht auf das Verdrehte, Täuschende durch voreilige Schlussfolgerungen, erhalte ich mir durch die reine Wahrnehmung die Möglichkeit, zu weiteren Wahrheiten zu kommen, wenn ich im Anschluss beginne, meine Gedanken logisch folgerichtig aufzubauen.

Die Schwellung der Knospen, das Wachstum der Blätter usw. offenbart sich äusserlich als eine Formänderung, was uns zur nächsten wahren Erkenntnis gelangen lässt, wenn in uns auf ganz natürliche Weise die Frage entsteht: Was ist der eigentliche Grund, die eigentliche Ursache für diesen Prozess, der im vorliegenden Fall ein Prozess der Formänderung ist? Nur eine Antwort kann wahr sein, wenn wir uns streng nach der Logik richten: eine Kraft. Nur eine Kraft ist in der Lage, alle diese Veränderungen zu vollbringen. Diese Änderungen treten nicht nur äusserlich, sondern auch in der Materie auf, also muss es sich um gewisse Kräfte handeln, die alles durchdringen, was einer Formänderung unterliegt. Und durch diese Kräftewirksamkeit wird dem Baum das Leben gegeben.»





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